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Hier finden Sie Nachrichten zu unserem Projekt und zu weiteren Projekten und Initiativen zur Koexistenz mit großen Beutegreifern. Wenn Sie informiert bleiben wollen, können Sie sich für unserenvierteljährlichen Newsletter anmelden.

13.09.2021

Projekt schreitet voran: Weiterhin positive Resonanz auf die Öffentlichkeitsarbeit um Pferd und Wolf

Twistringen. Nach den ersten Monaten der Laufzeit können die Projektpartner auf gute Reaktionen verweisen und sind für die Fortsetzung mit weiteren Materialien und  Veranstaltungen gerüstet.

 

Unter der Federführung der Vereinigung der Freizeitreiter und -Fahrer in Deutschland e. V. (VFD) präsentierte sich die Projektgruppe mit NABU-Herdenschutz Niedersachsen, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen und Verein zur Förderung von Wissenschaft um Pferd und Wolf mit dem Thema „Pferd und Wolf – Wie geht das?“ im Rahmen des EU-Projektes LIFE EuroLargeCarnivores bereits auf den Equitana-Open-Air-Messen in Neuss und Mannheim.

Nach dem Auftritt auf der Americana in Augsburg folgen die ersten Info-Veranstaltungen, auf denen die Inhalte der Referate mittels Erklärvideos ergänzt werden. Damit einher geht auch die Freischaltung der neu gestalteten Internetpräsenz. Die Website www.pferdundwolf.org enthält umfangreiche Darstellungen aller Aspekte um das Leitthema „Pferd und Wolf – Wie geht das?“ und zahlreiche Verlinkungen zu bereits vorliegenden Arbeiten. In Zusammenarbeit mit dem WWF tritt das Projekt damit in eine nächste Phase der Öffentlichkeitsarbeit, um dem Ziel der sachdienlichen, differenzierten und mit wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen gestützten Diskussion einen möglichst breiten Raum zu verschaffen.

 

06.09.2021

Carnivore Damage Prevention-Newsletter

Das Team von LIFE EuroLargeCarnivores freut sich, die 20. Ausgabe des Carnivore Damage Prevention-Newsletters auch Deutscher Sprache zugänglich zu machen. Dieses Magazin wird vom Projekt mitfinanziert.

Carnivore Damage Prevention News (CDPNews) ist ein professioneller Newsletter, der sich auf die komplexen Herausforderungen konzentriert präsentiert durch die Koexistenz großer Beutegreifer und menschlicher Aktivitäten. Es dient als Forum, um das Bewusstsein für praktische Lösungen zu schärfen, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Agrarberatern, Jägern und Landwirten zu erleichtern und den Wissensaustausch zwischen Ländern sowie über die Grenzen traditioneller Disziplinen hinweg zu verbessern. CDPnews zielt darauf ab, zur Anwendung von evidenzbasiertem Wissen beizutragen, das zum Nutzen der Tierhalter genutzt werden kann, und die Politik des Wildtiermanagements zu informieren.

02.08.2021

Carnivore Damage Prevention-Newsletter

Das Team von LIFE EuroLargeCarnivores freut sich, die 20. Ausgabe des Carnivore Damage Prevention-Newsletters auch Deutscher Sprache zugänglich zu machen. Dieses Magazin wird vom Projekt mitfinanziert.

Carnivore Damage Prevention News (CDPNews) ist ein professioneller Newsletter, der sich auf die komplexen Herausforderungen konzentriert präsentiert durch die Koexistenz großer Beutegreifer und menschlicher Aktivitäten. Es dient als Forum, um das Bewusstsein für praktische Lösungen zu schärfen, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Agrarberatern, Jägern und Landwirten zu erleichtern und den Wissensaustausch zwischen Ländern sowie über die Grenzen traditioneller Disziplinen hinweg zu verbessern. CDPnews zielt darauf ab, zur Anwendung von evidenzbasiertem Wissen beizutragen, das zum Nutzen der Tierhalter genutzt werden kann, und die Politik des Wildtiermanagements zu informieren.

03.05.2021

Carnivore Damage Prevention-Newsletter

Das Team von LIFE EuroLargeCarnivores freut sich, die 20. Ausgabe des Carnivore Damage Prevention-Newsletters auch Deutscher Sprache zugänglich zu machen. Dieses Magazin wird vom Projekt mitfinanziert.

Carnivore Damage Prevention News (CDPNews) ist ein professioneller Newsletter, der sich auf die komplexen Herausforderungen konzentriert präsentiert durch die Koexistenz großer Beutegreifer und menschlicher Aktivitäten. Es dient als Forum, um das Bewusstsein für praktische Lösungen zu schärfen, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Agrarberatern, Jägern und Landwirten zu erleichtern und den Wissensaustausch zwischen Ländern sowie über die Grenzen traditioneller Disziplinen hinweg zu verbessern. CDPnews zielt darauf ab, zur Anwendung von evidenzbasiertem Wissen beizutragen, das zum Nutzen der Tierhalter genutzt werden kann, und die Politik des Wildtiermanagements zu informieren.

27.11.2020

Carnivore Damage Prevention-Newsletter nun auch in Deutscher Sprache

Das Team von LIFE EuroLargeCarnivores freut sich, die 19. Ausgabe des Carnivore Damage Prevention-Newsletters auch Deutscher Sprache zugänglich zu machen. Dieses Magazin wird über die nächsten zwei Jahre vom Projekt mitfinanziert.

Carnivore Damage Prevention News (CDPNews) ist ein professioneller Newsletter, der sich auf die komplexen Herausforderungen konzentriert präsentiert durch die Koexistenz großer Beutegreifer und menschlicher Aktivitäten. Es dient als Forum, um das Bewusstsein für praktische Lösungen zu schärfen, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Agrarberatern, Jägern und Landwirten zu erleichtern und den Wissensaustausch zwischen Ländern sowie über die Grenzen traditioneller Disziplinen hinweg zu verbessern. CDPnews zielt darauf ab, zur Anwendung von evidenzbasiertem Wissen beizutragen, das zum Nutzen der Tierhalter genutzt werden kann, und die Politik des Wildtiermanagements zu informieren.

30.06.2020

Erfahrungsaustausch zur Weidetierhaltung im Wolfsgebiet bei Dessau

Weidetierhalter Swen Keller erklärt den Teilnehmer*innen und Umweltministerin Claudia Dalbert seine Herdenschutzmaßnahmen. ©WWF Deutschland

Weidetierhalter Swen Keller erklärt den Teilnehmer*innen und Umweltministerin Claudia Dalbert seine Herdenschutzmaßnahmen. ©WWF Deutschland

Der WWF Deutschland lud im Rahmen des Life Projektes Euro Large Carnivores zu einer Exkursion zum Thema Zaunbau und Weidetierhaltung in Diebzig ein. Ziel der Veranstaltung war es Betroffenen Weidetierhalter*innen und Politiker*innen einen Einblick in die Situation von Weidetierhalter*innen zu geben und praxistaugliche Lösungsansätze zu Wolf-Nutztier-Konflikten vorzustellen.

In dem besagten Wolfsgebiet in Sachsen-Anhalt lebt und arbeitet der Weidetierhalter Swen Keller, der seit Jahren, mithilfe von Zäunen und Hunden, seine Schafe und Rinder vor Wolfsübergriffen schützt. Besucht wurde eine seiner Weiden auf Flächen des WWF Deutschland beim Elbdeich in Lödderitz, um die Herdenschutzmaßnahmen im praktischen Einsatz anzuschauen und zu diskutieren.

Anschließend wurde mit rund 40 Tierhalter*innen und Kolleg*innen aus den Landesparlamenten, dem EU-Parlament sowie dem Deutschen Bundestag über Perspektiven von Wolf und Weidetierhaltung in unserer mitteleuropäischen Kulturlandschaft diskutiert und aktuelle Herausforderungen und Lösungen zum Herdenschutz erläutert. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert inne.

05.03.2020

Carnivore Damage Prevention-Newsletter nun auch in Deutscher Sprache

Das Team von LIFE EuroLargeCarnivores freut sich, die 19. Ausgabe des Carnivore Damage Prevention-Newsletters auch Deutscher Sprache zugänglich zu machen. Dieses Magazin wird über die nächsten zwei Jahre vom Projekt mitfinanziert.

Carnivore Damage Prevention News (CDPNews) ist ein professioneller Newsletter, der sich auf die komplexen Herausforderungen konzentriert präsentiert durch die Koexistenz großer Beutegreifer und menschlicher Aktivitäten. Es dient als Forum, um das Bewusstsein für praktische Lösungen zu schärfen, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Agrarberatern, Jägern und Landwirten zu erleichtern und den Wissensaustausch zwischen Ländern sowie über die Grenzen traditioneller Disziplinen hinweg zu verbessern. CDPnews zielt darauf ab, zur Anwendung von evidenzbasiertem Wissen beizutragen, das zum Nutzen der Tierhalter genutzt werden kann, und die Politik des Wildtiermanagements zu informieren.

05.02.2020

Erfolgreiche Herdenschutzkonferenz Salzburg 2020

Vom 21.-23.1.2020 lud das LIFE Projekt EuroLargeCarnivores zusammen mit AGRIDEA (Schweizerische Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums), dem Bundesverband Berufsschäfer e.V., der EU PLATFORM ON COEXISTENCE BETWEEN PEOPLE AND LARGE CARNIVORES sowie der European Landowners Organization zu einer internationalen Konferenz zu Herdenschutz im Alpenraum im Heffterhof in Salzburg ein.

Über 200 TeilnehmerInnen nutzten diese Plattform, sich mit verschiedensten FachexpertInnen und PraktikerInnen aus dem In- und Ausland auszutauschen. Rund 40 ReferentInnen aus den USA und Europa präsentierten Lösungen im Umgang mit der Rückkehr der Wölfe nach Europa. Vorzeigeprojekte im Herdenschutz, informierten über Fördermöglichkeiten und die praktische Umsetzung von konfliktmindernden Maßnahmen wie Elektrozäune und Schutzhunde.

Für weitere Informationen schreiben Sie uns bitte an info@eurolargecarnivores.eu

12.12.2019

Workshop on harmonizing the monitoring of large carnivores in the Carpathians

28 November 2019

From 25 to 28 November specialists from Slovakia, Czech Republic, Poland, Serbia, Hungary, Romania and Ukraine, as well as Italy and Austria, met in Coltes in the Romanian Carpathians to start a scientific exchange about large carnivore monitoring. The international workshop was organized by WWF Romania and the Carpathian Convention Secretariat with the aim to set ground for a coherent and standardized monitoring system in the Carpathian region. The meeting was facilitated by LIFE EuroLargeCarnivores as one of the core actions within the project with the idea to identify and promote best-practices and encourage the development of joint monitoring plans on population level.

The 35 experts presented case studies and best practices in monitoring bear, wolf and lynx populations in their countries. These set the stage for a fruitful discussion about the best approach for monitoring methods and activities on the national and the regional level. "We want to harmonize the monitoring system, which is a complex issue starting from the definition of monitoring. How to deal with all that data produced with different methods, how to interpret that data? Who is responsible for the monitoring, public institutions or NGOs? Who will finance it? We need stability in financing and methodology. Hopefully we will be able to make some progress" , stated Bożena Haczek, from the Ministry of Climate in Poland. The participants agreed to properly address the raised questions in the next years and to establish a system that is capable to provide reliable scientific data about the distribution, population trends, connectivity and challenges for the species. A final report will compile results and recommendations from at least three regions of Europe with large populations of bears, wolves or lynx.

The participants also generated and discussed innovative ideas for two likewise important topics - ecological connectivity and transboundary cooperation to fight illegal killings. These issues will also be key points of an “Action Plan on Large Carnivores Conservation in the Carpathians”, a strategic document set up by the Carpathian Convention Secretariat and its Working Group on Biodiversity due to be adapted in October 2020 at COP6 in Poland. All three topics – monitoring, transboundary cooperation and fighting illegal killings – are steps towards coexistence and the implementation of the developed methods will be part of this LIFE project in the next years.

 

18.11.2019

Conference on Livestock Protection in the Alpine Region

Banner Conference

The paths of large carnivores do not respect national borders. It is therefore even more important, that people from the affected regions and from different European nations meet and exchange views. When the wilderness enters livestock areas, action must be taken. But which have proven themselves? Are there any new insights? We are inviting to an international conference on "Protection of Livestock from Large Carnivores - Focus on Wolves" in Salzburg this coming January. It is intended to be a forum for the knowledge and experience of a wide variety of stakeholders. Find out more.

25.09.2019

FVA Stakeholder Report

This document reports the activities and results obtained within the Preparatory Action #A2 “Stakeholder Analysis” of the LIFE Project EUROLARGECARNIVORES (LIFE16 GIE/DE/000661 - B1) “Improving human coexistence with large carnivores in Europe through communication and transboundary cooperation”. A participatory stakeholder identification process in all partner countries was followed by fourteen facilitated stakeholder-mapping workshops. The regional project partners conducted the process in the local languages, with methodological and coordinative support by the Forest Research Institute of Baden-Württemberg (FVA), Germany. The preliminary report was submitted in December 2018, this final version was provided to WWF D in April 2019.

The comparative Stakeholder Network Analysis shows that the composition and quality of the stakeholder networks as well as the degree of interconnectivity with the project partners differ substantially. One most important result is the country specific inhomogeneity of stakeholder groups, often perceived as homogenous by outsiders, requires special attention in further project activities. The Network Analysis also reveals indirect positive relations between different stakeholder groups and the potentially important role of commonly trusted actors. These findings offer starting points for strengthening the functionality of stakeholder networks for conflict mitigation and for developing new strategies for future project partners’ activities.

Recommendations are formulated for three crucial topics: 1) Approaches to broaden and strengthen the stakeholder networks, 2) Starting Points for Conflict Mitigation, and 3) Hotpots in stakeholder engagement: Local People, Wolf (Damage) Experts, Poachers, (Conflicting) Ministries and Administrations, Tourism, Infrastructure, and Media.

We are currently preparing a scientific publication to Frontiers of Ecology including findings presented in this report.

22.05.2019

Koexistenz ist möglich: Europäische Perspektiven zur Koexistenz mit Wölfen, Bären, Luchsen und Co

Der Austausch zuverlässiger Daten und der grenzüberschreitende Transfer von Know-how sind der Schlüssel zum Management der Koexistenz mit Wölfen, Bären, Luchsen und Co.

23. Mai 2019 - Der WWF und seine Partner veröffentlichen heute einen Bericht, in dem die unterschiedlichen Perspektiven von Menschen analysiert werden, die mit großen Beutegreifern in ganz Europa leben und arbeiten. Der Bericht bietet Einblicke aus mehreren Runden Tischen, in denen verschiedene Interessengruppen aus 14 Ländern zusammengekommen sind, um die Herausforderungen und Lösungen für den Austausch einer Umgebung mit großen Beutegreifern zu erörtern. Landwirte, Förster, Jäger, Naturschützer, Forscher, Vertreter von Behörden, Politikern und anderen haben gemeinsam Lösungen gefunden, um die Praktiken des Naturschutzmanagements zu verbessern und das Potenzial für wirtschaftliche Verluste zu verringern. Basierend auf diesen Erkenntnissen enthält der Bericht eine Reihe von Empfehlungen, die die Koexistenz von Menschen und großen Fleischfressern verbessern könnten.

Die Interessengruppen in allen Schwerpunktbereichen waren hauptsächlich besorgt über den Mangel an zeitnahen, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Informationen über große Beutegreifer - insbesondere Wölfe - über einen vermeintlichen Mangel an Führung durch Regierungsbehörden, über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Viehverlusten und über die Kosten für die Beschaffung von und Verwaltung der Werkzeuge, die zur Schadensvermeidung erforderlich sind. Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der Berichterstattung über große Beutegreifer in den Medien geäußert, was durch die Wahrnehmung verstärkt wird, dass es sich immer wieder um ungenaue Berichterstattung zu Schäden handelt, und sich tendenziell auf extreme Positionen konzentriert.

Die Rückmeldungen zeigten deutlich, dass bessere Informationen über große Beutegreifer in ganz Europa unerlässlich sind. Die Interessengruppen erkannten die Notwendigkeit von Plattformen oder Foren zur Strukturierung und Verbesserung des Austauschs großer Informationen zum Management von Beutegreifern zwischen allen interessierten Parteien. Darüber hinaus gaben die Interessengruppen in allen Schwerpunktbereichen an, dass die wirtschaftliche Unterstützung zur Deckung der Kosten für die Einführung von Präventionsinstrumenten Teil der Lösung sein muss, zusammen mit der Einführung von Ausgleichssystemen bei NUtztierrissen und der Verbesserung der Effizienz der bereits vorhandenen Maßnahmen. Zusammenfassend sind die wichtigsten Empfehlungen: (i) die Verbesserung des Managements großer Beutegreifer durch Nutzung der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse in allen Ländern, (ii) die Standardisierung von Daten und Berichtsprotokollen, (iii) der Austausch erfolgreicher Ansätze, die gemeinsame Nutzung von Werkzeugen zur Minderung von Schäden von Konflikten sowie (iv) eine Verbesserung lokaler Schadensverhütungs- und Entschädigungssystemen. Dies alles sollte auf robusten Stakeholder-Plattformen aufbauen, um die Zusammenarbeit, die Vertrauensbildung und den Austausch zuverlässiger Informationen zwischen allen Stakeholdern und die Kommunikation zu verbessern. Überdies müssen Journalisten zuverlässige Datenquellen und glaubwürdige Kontaktstellen mit verschiedenen Interessengruppen zur Verfügung gestellt werden, um präzise  Informationen und unvoreingenommene Berichterstattung zu fördern. "Wölfe, Bären, Luchse und Vielfraße erleben ein enormes Comeback und sind Teil der europäischen Identität. Wenn Menschen und große Beutegreifer die gleichen Landschaften teilen, können sich die Dinge ändern. Zusammen mit unseren Projektpartnern sind wir jedoch davon überzeugt, dass Koexistenz möglich ist, wenn wir offen sind voneinander zu lernen und versuchen, uns an die neue Situation anzupassen ", betont Moritz Klose, Projektleiter von EuroLargeCarnivores beim WWF Deutschland, unter Bezugnahme auf den Bericht und die oft hitzigen Diskussionen zu diesem Thema. Der Originalbericht mit allen Länderzusammenfassungen ist hier in Englischer Sprache erschienen. Wir haben die Zusammenfassung und die Deutschsprachigen Länderbeschreibungen hier zusammengefasst.

Über das Projekt
Das LIFE EuroLargeCarnivores-Projekt wird von der EU finanziert und soll eine Plattform für den Austausch bewährter Verfahren im Bereich des Zusammenlebens von Menschen und großen Beutegreifern zwischen verschiedenen Interessengruppen in der Europäischen Union bieten. Mehr als 16 Länder kooperieren und tauschen grenzüberschreitend Wissen und Informationen aus. Dieses Wissen umfasst alles von verschiedenen Ansätzen zur Bewältigung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die mit Wölfen, Bären, Luchsen und Vielfraßen einhergehen, bis hin zu praktischen Lösungen wie dem Schutz von Nutztieren.

Über den Bericht
Der Bericht „Europäische Perspektiven für das Zusammenleben mit großen Fleischfressern“ erfasst die Perspektiven verschiedener Interessengruppen, die Beziehungen zwischen ihnen und die Arten von Herausforderungen und Lösungen, die sie identifiziert haben. Es wurde ein umfassender Stakeholder-Einbeziehungsprozess entwickelt, der Umfragen und Workshops in 14 Ländern und in 5 Hauptschwerpunkten des Projekts umfasste: im Alpenraum (Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Slowenien, Kroatien), in der mitteleuropäischen Region (Deutschland, Polen), die Karpatenregion (Rumänien, Slowakei, Ukraine, Ungarn), die Iberische Region (Portugal, Spanien) und die Fenno-Skandinavische Region (Finnland, Norwegen). Dieser Bericht liefert die ersten Ergebnisse dieses Engagements und fasst regionale europäische Perspektiven zum Management großer Fleischfresser zusammen. Es werden Herausforderungen und Lösungen auf regionaler Ebene beschrieben, die 2018 ermittelt wurden, um die Praktiken des Naturschutzmanagements zu verbessern und das Potenzial für wirtschaftliche Verluste zu verringern. Es enthält auch eine Reihe von Empfehlungen, die die Koexistenz von Menschen und großen Fleischfressern verbessern könnten. Laden Sie den Bericht herunter.

09.04.2019

Stakeholders roundtable kicks off in Italy

8-10 Apr 2019 – More than 20 representatives of relevant stakeholder groups are participating in the Italian stakeholder training table taking place in Vogogna, inside the Italian focus area in Piemonte.

The three-day training table is part of the B5 training acitivities of the EuroLargeCarnivore project and is aimed at those stakeholders in charge of managing and preserving wildlife, in particular local decision makers, conservation experts, monitoring and surveillance bodies, opinion makers and local associations.

The general focus of the training table is about the human dimension of the controversial relationship between large carnivores and human activities. Innovative methodologies and tools are presented by Eliante’s participation experts in order to improve communication and collaboration among stakeholders. In this training the group of participants wants to:

•    analyse the point the group is starting from
•    assess the best ways to involve all stakeholders during the process
•    propose techniques to understand stakeholders’ different priorities and develop empathy towards others
•    increase the understanding of conflict dynamics and negotiation mechanisms
•    define a shared action program

More trainings in spring 2019 took and take place in Portugal, Spain, Italy and Germany.

 

 

07.02.2019

Launch of communications & mediation trainings

28-30 Jan 2019 – Our first communications & mediation training for representatives and main actors in the area of large carnivores took place in Innsbruck, Austria. Twenty-four participants from different interest groups such as nature protection services, agriculture, veterinary medicine, forestry and hunting associations and NGOs attended the three-day workshop. We discussed the nature and extent of existing conflict, the relationships of the various actors, and possible causes for conflicts. The goal was to improve (conflict) communication skills and collaboration to benefit large carnivore conservation. In this case, this specifically applied to wolf conflicts in Tyrol, Austria. We trained the local conservation and management actors in consensus-oriented approaches and motivated them to create new ideas and strategies for future activities in this local area. It was the first of 16 communications & mediation trainings all over Europe. The next trainings will follow in spring 2019 in Portugal, Spain, Italy and Germany.

 

03.09.2018

LifeLynx Project: Path of the Lynx Premiere

The LIFE Ly nx project is pleased to collaborate with EuroLargeCarnivores and to share one of our newest efforts. Below is the trailor of our new film, Path of the Lynx (also available here https://www.lifelynx.eu/

This documentary traces the historic efforts of hunters and foresters during the 1970s to reintroduce Eurasian lynx to the Dinaric mountains. The film premiered this summer in Slovenia and Croatia and has been shown at multiple film festivals. Path of the Lynx was recently awarded best of film at the Jamnarkult Film Festival in Slovenia in late August.

They will make the film publicly available via a host of social media platforms in January-2019. Additionally, the LifeLynx team will provide EuroLargeCarnivores with a unique look at this historic effort through the eyes Maks Konečnik, a prominent Slovenian hunter who took part in the effort.

14.08.2018

Baseline Survey Large Carnivores in Europe 2018

This survey is distributed in 12 European countries. We are asking rural and city people, livestock farmers, hunters, nature conservationists, politicians and everybody else who wants to contribute to understanding challenges and expectations, and collecting new ideas and proven solutions. We ask how you see the current situation of large carnivores in Europe, your level of engagement in the topic and your suggestions for how to improve the situation. We  also ask some personal questions to be able to compare your views with the perspectives of interest groups in different countries. All your responses, information and data will be treated anonymously according to the EU Privacy Policy, and will only be analysed and reported upon only in the aggregated form of all survey submissions.

It will take 20-30 minutes to answer all questions. Please take your time, and feel free to fill in only those questions you feel comfortable with.

Thank you for your contribution!

Go to survey >

14.08.2018

Zaun oder Hund? Rinderhalter ringen um Schutz vor dem Wolf

Aken (dpa/sa) - Wenn Swen Keller an den Wolfsangriff auf seine Rinderherde zurückdenkt, muss er noch heute schlucken. Zwei Kälber und eine Kuh fand der Landwirt im März tot auf der Weide. Die Kälber waren zu großen Teilen von den Raubtieren gefressen worden. «Das sah schon übel aus», erinnert sich Keller. Die Kuh lag mit gebrochenem Genick in einem Graben am Rand der Weide - offenbar hatten die Wölfe sie gejagt, bis sie stürzte. «Das muss eine ganz schöne Hatz gewesen sein», sagt Keller.

25 Mutterkühe hält der Landwirt in der Nähe von Aken im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Nebenerwerb. Bis zu dem Angriff im Frühjahr sei der Wolf nie Thema für ihn gewesen. «Natürlich hört man davon und macht sich Gedanken.» Er hätte jedoch nie gedacht, dass der Wolf auch zum Problem für Rinder werden könnte. «Ich bin aus allen Wolken gefallen.»

Tatsächlich werden inzwischen häufiger Kälber von Wölfen gerissen.
Das Wolfskompetenzzentrum des Landes, das sich um die Rissbegutachtung kümmert, hat in diesem Jahr bereits 37 Attacken auf Rinderherden gezählt, bei denen 43 Tiere starben. Die Zahl der getöteten Schafe liegt zwar mit 52 noch höher - allerdings bei nur 16 Angriffen.

Denn viele Schäfer haben inzwischen offenbar effektive Maßnahmen ergriffen, um ihre Herden zu schützen. Engmaschige Netzzäune kommen ebenso zum Einsatz wie Herdenschutzhunde. «Wir empfehlen aufzurüsten», sagt Simone Dahlmann vom Wolfskompetenzzentrum.
Prävention sei besser, als sich nach einem Wolfsangriff um eine Entschädigung bemühen zu müssen. Das Land fördert deshalb die Anschaffung von Zäunen und Hunden - allerdings in erster Linie bei Schafen, Ziegen und Gehegewild. Nur in Einzelfällen profitieren auch Rinderhalter.

Genau das kritisiert die Umweltschutzorganisation WWF. Zwar sei Sachsen-Anhalt auf einem guten Weg. Doch noch immer sei die Beantragung der Förderung zu aufwendig und bürokratisch, sagt WWF-Experte Moritz Klose. «Naturschutz ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft - die Unterstützung der Bauern beim Thema Wolf sollte es ebenso sein.»

Gemeinsam mit Landwirt Keller, der Flächen des WWF bewirtschaftet, haben die Naturschützer deshalb ein Projekt zum Herdenschutz bei Rindern initiiert. «Wenn ich auf staatliche Unterstützung gewartet hätte, würde ich noch immer warten», sagt Keller. Auch auf die finanzielle Entschädigung für den Wolfsriss warte er bis heute. «Das ist eine Katastrophe.»

Nach dem Wolfsangriff im Frühjahr holt Keller seine Herde zunächst sofort in den Stall zurück. Doch auf Dauer will der 47-Jährige seine Tiere dort nicht lassen. «Ich bin ein Verfechter der Freilandhaltung.» Mit Unterstützung des WWF investiert er deshalb in einen stabilen Elektro-Zaun. Zudem schafft er sich Herdenschutzhunde an - eine in der Rinderhaltung eher ungewöhnliche Maßnahme. «Vier Wochen nach dem Angriff war meine Herde wieder draußen.» Bis jetzt habe es keine Probleme gegeben.

Herdenschutzhunde kämen bei der Rinderhaltung bislang nur sehr selten zum Einsatz, bestätigt Christian Emmerich, der als ehrenamtlicher Herdenschutzberater das Projekt von Keller und dem WWF begleitet.
«Hunde sind nicht für jede Herde geeignet.» Auf jeden Fall müssten die Hunde und Rinder erst langsam aneinander gewöhnt werden. Auch WWF-Experte Klose betont: «Die Hunde müssen intensiv trainiert werden.» Zudem sind die Hunde nicht billig. Landwirt Keller rechnet für Futter und Pflege mit etwa 2000 Euro pro Jahr und Tier.

Allerdings biete bereits ein stabiler Elektrozaun effektiv Schutz vor dem Wolf, sagt Herdenschutzberater Emmerich - auch wenn die Kombination aus Hunden und Zäunen optimal sei. «Viele einfache Zäune, wie sie derzeit eingesetzt werden, halten bestenfalls die Herde auf der Weide.» Es gebe also viel Potenzial für einen besseren Schutz.

Wölfe zur Jagd freizugeben, wie es viele Wolfskritiker immer wieder tun, hält Landwirt Keller nicht für sinnvoll. «Das würde nichts bringen.» Ob fünf oder zehn Wölfe in der Nähe seien - komme es zum Angriff, sei der Schaden der gleiche.

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